Johannes Gerstengarbe

Johannes Gerstengarbe ist mit insgesamt drei Singles ein Newcomer in der Musikszene. Als Neuling kann man ihn trotzdem nicht bezeichnen: Er ist seit 20 Jahren Produzent, hilft anderen, ihre eigene Stimme zu finden und Musik zu machen. In diesen 20 Jahren hat er vielen Musikern zum Erfolg verholfen und beim Scheitern zugesehen – jetzt ist es an der Zeit, seine eigenen Fehler zu machen. Er will mit seiner Musik etwas schaffen, das bleibt. Und geht die Sache ganz ohne Zwang an, sich zu verstellen – mit 39 kann er ganz sein humorvolles Selbst sein und weiß: „Wer scheitern kann, kann fast alles im Leben.“

Sein musikalischer Werdegang führte Johannes über Umwege zur eigenen Musik. Nach dem Studium unterrichtete er Komposition und Gitarre, schrieb Musikkritiken, baute sich sein eigenes Studio auf. Am prägendsten aber war sein Auslandsaufenthalt in Nashville. In der Stadt in Tennessee, die für ihre schillernde Musikszene und legendäre Studios bekannt ist, stillte er seinen Wissensdurst und lernte alles über Tontechnik und Produzieren, was die Stadt hergab. Hier lernte er Größen der amerikanischen Musikszene kennen, – darunter beispielsweise Chester Thompson, Drummer bei Frank Zappa, Phil Collins und Genesis, der gemeinsam mit seinem Sohn Akil auf der neuesten Single Perfect zu hören ist, oder die Produzentin und Songwriterin Femke Weidema, die sein Debütalbum produzieren wird. Nach Nashville kehrt Johannes so oft wie möglich zurück, um Musik zu machen.

Aus Amerika kommt auch seine musikalische Inspiration. Gerstengarbe beschreibt seinen Sound als Pop, aber eben handgemacht: „Dreckiger Sound mit schönen Melodien.“ Für ihn ist Musik ein Weg, Emotionen auszudrücken. Das sind nicht nur die positiven Emotionen, – auch Themen wie Tod und Trauer behandelt er in seiner Musik und wundert sich, warum davor so viele Künstler zurückschrecken.

Johannes schreibt und singt seine Songs selbst, ist Frontmann seiner Band und spielt Gitarre. Die Texte verfasst er sowohl in seiner Muttersprache Deutsch als auch auf Englisch. Der Titel des kommenden Albums Two Sides – Zwei Seiten spiegelt seine musikalische Identität wider, die in der Tat zweiseitig ist: Deutscher und amerikanischer Einfluss, Studium und Aufnahmen in Dresden und Nashville.

Wenn Johannes Gerstengarbe in Dresden ist, findet man ihn in seinen Ballroom Studios. Seit 2011 gibt es das Studio in einer alten Schokoladenfabrik, hier nahmen schon Bela B, CJ Ramone, Konstantin Wecker und viele andere auf. Der Ort verbindet professionelles Equipment mit Wohnzimmerfeeling – „In Nashville habe ich mich in die Aufnahmekultur in den Studios verliebt. Da nimmt man richtig gute Musik auf, dann gehen alle zusammen raus, rauchen und quatschen übers Angeln. Dann geht man wieder rein und macht den nächsten Track. So eine Atmosphäre wollte ich auch schaffen“, sagt Gerstengarbe.

Kontakt: philip (at) ballroombooking (dot) de